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In den letzten 30 Jahren des 19. Jahrhunderts verdreifachte sich die Bevölkerung Bielefelds auf 60.000 und sah sich nun als kreisfreie Stadt (1. 10. 1878) immensen neuen Aufgaben gegenüberstehen. So wurde ein neues Rathaus geplant.
Die Einweihung fand 1904 statt.

Das Rathaus wurde im 2. Weltkrieg nur teilweise beschädigt,
sodass die Innenstruktur erhalten blieb.
Im Zuge des Straßenbahnausbaus verlor der Vorplatz an Größe,
weil die Bahnführung anders nicht zu realisieren war.
Als Entschädigung wurde der Platz bei der folgenden Altstadtsanierung
anfangs der 2000er Jahre jedoch um eine tolle Idee bereichert:
Das Plattenmuster ist einem echten Bielefelder Leinengewebe
nachempfunden!
DAS wissen noch nicht einmal viele Bielefelder selbst :-)
und schreiten ahnungslos darüber.

Das Bielefelder Rathaus aus historischer Sicht

Das Bielefelder Rathaus & die Freimaurerei

Waren beim Bau des Bielefelder Rathauses Freimaurer am Werk?

Diese Frage beschäftigt zur Zeit die Stadt Bielefeld seit Mai 2012, denn ein Schweitzer Fachgutachter ist den Vermutungen des Ratsherrn Hartmut Meichsner nachgegangen.
Bereits in dem Gesamtensembel Rathaus-Theater glaubte Meichsner architektonische Grundmuster der Freimaurer zu erkennen. Dies bestätigte nun nach 1-jähriger Untersuchung der Schweitzer Heinz Pantli.
Gleich an den äußeren Ornamenten sind die ersten Zeichen erkennbar - wie der typische Engel, der sinnbildliche eine vollständige Kopie des Baus überreicht - siehe links.
Auch das Innere des Rathauses wimmelt demnach nur so von Indizien. Eines ist dabei der Gegensatz von seriöser Ernsthaftigkeit (=bedrohliche Figuren, die über Recht und Ordnung hüten) - zu den konträren lustig-lüsternen Nackten, die ein Portal bewachen.

Freimaurer

Der deutsche Begriff "Freimaurer" wurde dem englischen Begriff "Freemason" entlehnt, der erstmals 1396 in Dokumenten der Kathedrale von Exeter (in der Grafschaft Devon im Südwesten Englands) genannt wird.
Gemeint sind hier besonders ausgebildete und fachlich außerewöhnlich prezise Steinbildhauer (möglicherweise auch Architekten), die als freestone-masons frei Hand in der Gestaltung hatten. Im Gegensatz dazu verrichteten die roughstone-masons grobe Arbeiten nach Anweisung.

Die erste offen bekannte Großloge entstand am 24. Juni 1717 durch den Zusammenschluss vierer bereits agierenden Logen in England. Dieses Datum wird auch als Gründungstag der Modernen Freimaurerei weltweit von allen Logen zelebriert.

Die Freimaurerei sieht sich als grundsätzlich neutrale Geistesorganisation, die sich weder einer Religion verschreibt – noch Religionen verbietet. In ihrer Satzung , den Alten Pflichten von 1723 heißt es im ersten Abschnitt unter dem Titel Von Gott und der Religion: „Ein Freimaurer ist verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen und falls er die Kunst recht versteht, wird er weder ein stupider Atheist noch ein irreligiöser Libertin sein.“ (Libertin = amoralischer Freigeist)

Das Signet der Freimauer ist die Vereinigung von Winkelmaß, Zirkel und Lot.

Vermutungen nach gründete sich eine Ur-Loge jedoch bereits zu christlichen Zeiten - beim Bau des Salomonischen Tempels.

Es kursieren viele Gerüchte um die Freimaurer weltweit. Doch ist das Geheimnisvollste wohl einfach ihre disziplinierte Verschwiegenheit - und nicht der Plan einer bedrohlichen "Verschwörung".

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